S.P.I.E.G.E.L.

Neu auf Emotionen schauen – warum S.P.I.E.G.E.L. erst der Anfang war

Zum 31. Dezember 2025 endet das Projekt S.P.I.E.G.E.L. Die Projektwebsite mit ihren Inhalten, Materialien und interaktiven Formaten bleibt jedoch bestehen. Eine Erkenntnis wirkt dabei weiter und trägt über das Projekt hinaus: Emotionen sind ein zentrales Element der Erwachsenenbildung. Denn Emotionen prägen Lernprozesse, Motivation, Selbstreflexion und persönliche Entwicklung maßgeblich. Lernen gelingt leichter und nachhaltiger, wenn emotionale und kognitive Ebenen zusammengedacht werden. Emotionen sind dabei kein Störfaktor, sondern eine Ressource, insbesondere dann, wenn es um Transformation, gesellschaftliche Orientierung und politische Urteilsfähigkeit geht.

Genau hier setzt auch unser neues Projekt EMO.learn an. Das virtuelle Selbstlernprogramm für Lehrende in der Erwachsenenbildung greift diese Erkenntnisse interdisziplinär auf und übersetzt sie in reflektierte Praxis. Emotionen werden hier in ihrer Verschränkung mit Wissen, Haltung, Erfahrung und Kontext. Dazu gehört auch die Auseinandersetzung mit komplexen Emotionen wie Scham, Angst, Widerstand gegen Veränderung und eben auch Sehnsucht.

EMO.learn versteht Emotionen als Teil einer kritisch-transformativen Pädagogik. Es eröffnet Räume, in denen Lehrende ihre eigenen Erfahrungen reflektieren, emotionale Kompetenzen stärken und Lernsettings gestalten können, die sowohl Halt geben als auch Irritation zulassen. Damit bleibt das Projekt nicht bei Wissensvermittlung stehen, sondern zielt auf professionelle, dialogfähige und gesellschaftlich verantwortliche Bildungsarbeit.

Auch wenn dieses Projekt endet, bleibt das Thema und unser Fokus. Wir bleiben an der Sehnsucht in der (politischen) Erwachsenenbildung dran. Begleite uns auf unserer Reise hier.