Porträt von Roy Sesana

Roy Sesana

Molapo, Botswana

Roy Sesana sehnt sich nach einem selbstbestimmtem Leben in seiner Heimat.

Roy Sesana, geboren um 1950 in Molapo, Botswana, ist ein San-Aktivist und traditioneller Heiler. Er kämpft für die Rechte der San, seines Volkes, und für den Schutz ihres Lebensraums in der Kalahari-Wüste. In seinem Engagement macht er deutlich, dass die Vertreibung der San aus ihrem angestammten Gebiet nicht nur einen Verlust von Land bedeutet, sondern eine Verletzung ihrer Menschenrechte.

Er war Vorsitzender der Organisation First People of the Kalahari und führte zahlreiche juristische Kämpfe gegen die Zwangsumsiedlungen durch die Botswanische Regierung und für Zugang zu Wasser, Jagd und allen grundlegenden Rechten auf ihrem eigenen Territorium.

Für seinen Mut und Einsatz erhielt er 2005 den Right Livelihood Award.
Seine Sehnsucht gilt der Bewahrung der traditionellen Lebensweise, Kultur und Freiheit der San trotz der Bedrohung durch staatliche Umsiedlungspläne und Landraub.

In seiner Preisrede für den Right Livelihood Award, den er 2005 fast 76 jährig erhielt, sagt er:

Ich kann nicht lesen..., ich kann keine Worte lesen – es tut mir leid! Aber ich kann die Landschaft und die Tiere lesen. Alle unsere Kinder konnten das. Wenn sie es nicht könnten, wären sie alle längst gestorben. Ich kenne viele, die Worte lesen können, und viele, die wie ich nur die Landschaft lesen können. Beides ist wichtig. Wir sind nicht rückständig oder weniger intelligent: Wir leben in genau derselben modernen Zeit wie ihr.