
Point-Claire, Québec, Kanada
Sheila Watt-Cloutiers sehnt sich nach Kälte und Eis.
Sheila Watt-Cloutier, geboren 1953 in Kuujjuaq, Nunavik (nördliches Québec, Kanada), ist eine kanadische Inuit-Aktivistin. Sie setzt sich international für die Rechte der Inuit und den Schutz der Arktis ein. In ihrer Arbeit fordert sie, dass der Klimawandel als Menschenrechtsfrage anerkannt wird und die Weltgemeinschaft Verantwortung übernimmt, damit die arktischen Gemeinschaften auch in Zukunft selbstbestimmt und im Einklang mit ihrer Umwelt leben können.
Video: Introduction Sheila Watt-Cloutiers
Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Order of Canada und den Right Livelihood Award.
Ihre Sehnsucht bezieht sich darauf, dass die Inuit und andere arktische Völker ihr „Recht auf Kälte“ und damit ihre Lebensweise, Kultur und Menschenrechte bewahren können, trotz der Bedrohungen durch Klimawandel und Umweltzerstörung.
In ihrem Buch “The right to be cold” beschreibt sie folgende Begebenheit:
Es war auf einer Konferenz in Mailand, als ich von einem Journalisten einer großen britischen Zeitung interviewt wurde. Ich erklärte ihm, wie sehr die Kultur und wirtschaftliche Unabhängigkeit der Inuit ebenso wie die arktische Tierwelt auf Kälte, Eis und gefrorenem Boden beruhen – und wie die drastischen Veränderungen von Temperatur und Wetterlagen eine ganze Lebensweise aus den Angeln heben und uns unsere wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und gesundheitlichen Rechte entziehen.
,Ah’ sagte er. ,Sie kämpfen also für das Recht auf Kälte.’
Genau das ist es, dachte ich: Das Recht auf Kälte. Von da an wurde dieser Ausdruck zu dem Leitsatz, mit dem wir unseren Kampf auf den Punkt brachten.
Watt-Cloutiers (2015). The right to be cold. University of Minnesota Press. S. 230f.
Video: Our Planet in Peril
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