Sugata Mitra

Newcastle upon Tyne, Vereinigtes Königreich

Sugata Mitra sehnt sich danach, dass alle Kinder lernen und ihr volles Potential entfalten können.

Sugata Mitra, geboren 1952 in Kalkutta, Indien, ist ein emeritierter Profesor für Bildungswissenschaften in Großbrintannien, der durch sein revolutionäres „Loch in der Wand“-Experiment weltweite Bekanntheit erlangte. Als er 1999 einen Computer in eine Mauer eines Slums in Neu-Delhi einbaute und Kindern ohne jede Anleitung Zugang gewährte, entdeckte er, dass sie sich selbstständig das Bedienen des Computers beibrachten und sehr komplexe Aufgaben lösten.

Seine Experimente zeigten, dass Kinder auch ohne formalen Unterricht lernen können, wenn sie Zugang zu Informationen und die Möglichkeit zur Zusammenarbeit haben. Daraus entwickelte er das Konzept der „Self Organized Learning Environments“ (SOLE), bei dem Kinder in Gruppen große Fragen erforschen und dabei selbstgesteuert und eigenständig Wissen erwerben.

2013 erhielt er den TED Prize für seine Vision, „Schulen in der Cloud“ zu schaffen – selbstorganisierte Lernräume, in denen Kinder allein durch Neugier und gegenseitige Unterstützung lernen können, auch dort, wo es keine Schulen oder qualifizierte Lehrer:innen gibt.

Seine Sehnsucht gilt einer Welt, in der jedes Kind, unabhängig von sozialer Herkunft oder geografischer Lage, die Möglichkeit hat, durch selbstbestimmtes Lernen sein volles Potenzial zu entfalten.